29. MärzDie letzten Tage ...26. März17. AprilFortsetzung des Reiseberichtes 13.-15. April nach Iwate in die betroffenen Gebiete.Am Nachmittag des 14. fuhren wir von Miyako weiter in den Süden an der Küste entlang. Es ging durch mehrere Orte, die alle ähnlich aussahen: zerstört. Die Bilder aus dem Fernsehen, die täglich in den letzten Wochen gezeigt wurden, bringen einem eine furchtbare Zerstörung vor Augen, aber es ist noch einmal etwas anderes, wenn man durch einen Ort nach dem anderen fährt, wo man diese Massen von zerstörten Häusern Kilometer weit sieht. Überall waren Leute an der Arbeit. Soldaten, die noch nach Vermißten oder persönlichen Gegenständen von Toten oder Vermißten suchten, dann aber auch schon Landvermesser. Von einem Ort wurde berichtet, dass ganze Teile um den Hafen herum, um ca. 70 cm gesunken seien. Das bringt ganz neue Gefahren für den Ort, wenn der nächste Taifun den Fluß steigen läßt. Dann waren auch sehr viele Bagger zu sehen, die den Schutt auf Lastwagen luden. Aber selbst nach einem Monat gab es nur vereinzelt Plätze, die schon ganz vom Schutt befreit waren.Nach fast 3 Stunden Fahrt kamen wir am Ziel der Reise für diesen Tag an, in Ofunato. Hier trafen wir uns in einer kleinen Baptistengemeinde mit einem unserer ÜMG Missionare, der schon seit Wochen geholfen hat, diese Gemeinde nach dem Tsunami wieder auszubessern. Diese kleine Gemeinde liegt ungefähr 2 km vom Meer entfernt und keine hatte damit gerechnet, dass die Tsunami so weit ins Land hinein reichen würde und darum sind viele Leute überrascht worden. Die Kirche stand auch über zwei Meter hoch im Wasser. Da diese Gebäude aus Holz sind, entsteht gleich ein rechter Schaden, Wände weichen auf und werden so schwer beschädigt, Elektroleitungen mussten neu gelegt und die ganze Isolation auch neu gemacht werden. Ausser John Elliot, hier auf dem Bild mit uns, der als ÜMG Missionar in Aomori arbeitet, waren andere ÜMG Missionare aus Aomori hier für mehrere Tage und auch das Team aus Hokkaido hat hier mitgeholfen bei der Säuberung des Kirchengebäudes. Die Gemeinde hat nur 4 Mitglieder und der Pastor kommt jeden Sonntag, um Gottesdienst zu halten, aus Kessenuma, 2 Stunden weiter südlich. Der Pastor und die 4 Frauen waren sehr dankbar für die Mithilfe unserer Mitarbeiter. Hier übernachteten wir. ... weiter