FrühlingsanfangDie letzten Tage ...Zwei unserer ÜMG Missione sind nun schon zum dritten Mal von Aomori südlich gereist, um Hilfe zu bringen. Hier ist ein Auszug - und frei übersetzt - von ihrer Tour.March 22, 2011 Die Zerstörung, die wir letzte Woche erlebten, war schockierend. Heute besuchten wir Orte südlich von der Stelle, an der wir letzte Woche waren, diesmal zusammen mit 2 Pastoren und einem Ältesten von Morioka. Erst gingen wir nach Ohfunato, wo wir das Gemeindehaus und dessen Beschädigung anschauten. Es war eine große Ermutigung zu hören, dass dies 3 Gemeindeglieder, die man als vermisst ansah, gefunden worden waren. --- Sie geben sich Mühe, so schnell wie möglich, die Kirche zu säubern, so dass sie bald wieder Gottesdienste dort abhalten können. Die Fenster sind zerbrochen, alles ist mit stinkendem Wasser durchtränkt und im Raum zerstreut. Wir hoffen, dies später angreifen zu können. Nachbarn der Gemeinde säuberten ihre Häuser. Das Wasser der Tsunami war hier in der Gegend bis etwa auf die Hälfte des Erdgeschosses hochgestiegen. Ein Mann erzählte uns, wie sein bettlägeriger Vater für eine Stunde auf der Wasseroberfläche war, bis das Wasser wieder sank. Eine Frau bat uns, ihre schwere Waschmaschine auf den Müll zu bringen. Alles ist ruiniert. Wir mussten weiter. An dem nächsten Ort war die Verwüstung noch viel schlimmer. Es ist schwer zu beschreiben. Da sind viele abartige Bilder: Boote auf Autostraßen, Autos auf Hausdächern, Häuser auf anderen Häusern, alles was auch im Internet zu sehen ist. Aber alles ist einfach nur noch Abfall. Riesige Gebiete nur Abfall. Alles fängt unheimlich an zu stinken. Es wird noch schlimmer werden, wenn das Wetter wärmer wird. Die Photos zeigen, wie es ist, aber den Gestank kann ich nicht vermitteln.Dann ging es durch Kamaishi, was noch schlimmer war, aber eigentlich dasselbe. Dann überquerten wir eine Höhe und kamen nach Ohzuchi. Ohzuchi war unglaublich. --- Die Armee war noch an der Arbeit. Die Städte sind entlang der Küste gebaut und auch in die engen Schluchten hinein am Fuße der Berge. Die Welle - wie hoch war sie wohl? - hat eine undurchdringliche Wand von Geröll und Schutt gegen die Berge geschoben. --- An einigen Stellen sind nur 2 Häuser übriggeblieben, in anderen einige mehr. Die Besitzer sind da, zusammen mit den wenigen die sich retten konnten, weil sie gerade einmal 5 Minuten Zeit hatten zwischen Warnung und bis die Tsunami kam. Sie gehen die schmutzigen Wege hoch bis zu einer Straße, die sie mit der Außenwelt verbindet. Sie erhalten einige Hilfsmittel von dem Notstandslager. Eintausend Elektrizitätsmasten sind umgelegt worden, das städtische Amt is zerstört, zusammen mit den Leuten, die Entscheidungen treffen. Nach dem Erdbeben kamen die Verantwortlichen des Ortes gleich zusammen um zu entscheiden, was gemacht werden sollte. Dann kam die Tsunami und sie wurden alle mitgerissen. Die meisten des Ortes sind nicht mehr da, alle wichtigen Gebäude. Nur ein paar Plätze am Rande sind verschont worden. Da ist keine Stadtverwaltung und -regierung. Es gibt (noch) keine Aufzeichnungen von den Toten oder Vermissten, da ist niemand, der dies alles organiesieren kann. Einige lokale Komitees wurden eingerichtet, die Schutzräume eingerichtet haben. Wegen der geringen Bevölkerung (16.000 von denen ca. 10.000 vermisst werden) ist dieser Ort noch nicht hoch auf der Prioritätenliste der schon so sehr geforderten Hilfskräfte.------------------------------------------------------------------------------Soweit ein Auszug aus dem Report. (Die Bilder sind alle von unseren Mitarbeitern auf der Reise gemacht worden, aber sie korrespondieren nicht unbedingt mit dem Text, an dem sie stehen. Ein Klick auf ein Bild sollte es vergrößern als Popupfoto, und ein weiterer wieder verkleinern) Man kann sich vorstellen, wie betroffen wir sind von dem Geschehen. Seit gestern ist auch ein Team von ÜMG Missionaren aus Hokkaido in den betroffenen Gebieten. Sie sind mit Suppenküche und vielen anderen lebensnotwendingen Dingen dort angekommen. Es wird ein erster Besuch von noch vielen mehr sein, um Lebensmittel und andere Hilfe zu bringen, aber auch ein offenes Ohr und Zeit zu haben für die Leute, die durch solch eine Not gehen. Es werden sich viele Möglichkeiten ergeben, von der Hoffnung weiterzugeben, die wir als Christen haben. CRASH ist weiterhin sehr beschäftigt, Basiscamps aufzubauen und Helfer, Lebensmittel und andere Hilfe in die betroffenen Gebiete zu bringen. Einige unserer Missionare sind von ihrer normalen Aufgabe freigestellt worden, um hier mitzuarbeiten.Wir sind ermutigt, zu hören von so manchen Spenden, die schon für die Aktionen hier gegeben wurden. Es ist abzusehen, dass die Hilfe auf Monate hin nötig sein wird und wir diese Unterstützung sehr gebrauchen werden. Alle Spenden auf das Spendenkonto für den Sendai Relief Fond werden für die Aktionen der ÜMG benutzt im Zusammenhang mit der Erdbeben hilfe oder an CRASH weitergeleitet.