Langhans AktuellFest der FinsternisEin ÜMG Missionar berichtet:Jedes Jahr im Mai, während der ‘Goldenen Woche’ in der mehrere nationale Feiertage zusammenfallen, wird ‘Ookunitama-jinja’, ein riesiger Schrein in der Nähe unserer Wohnung zum Festplatz des ‘Kurayami-sai’, or ‘Fest der Finsternis’. Ein Höhepunkt dieses Festes ist das ‘Mikoshi-togyo’, die Parade bei der sechs große Trommeln und acht tragbare Schreine durch die Straßen und hin zum Hauptschrein getragen werden.Ich stand am Eingang zum Tempel, in dem diese riesigen und dekorativen Taiko Trommeln aufbewahrt werden. Gebannt beobachtete ich, wie diese jahrhunderte alten Instrumente vorsichtig auf einen ebenso alten hölzernen Wagen gehoben wurden, auf dem sie später am Tage durch die Straßen gezogen wurden. Während ich dieses beobachtete, hörte ich plötzlich die mir vertraute Stimme des Tempel Priesters hinter mir. Das letzte Mal, als ich an diesem Tempel war, hatte er an der Sportjacke, die das Emblem von Ambassadors In Sport zeigte, Interesse gehabt und so haben wir einige Zeit über Sport gesprochen und das Leben eines Buddhistischen Priesters. Dies gab mir die Möglichkeit, von meinem Leben als Christ zu erzählen.Später als ich mit dem Fahrrad nach Hause fuhr, ging mir diese Unterhaltung im Kopf herum. Was hätte ich anders sagen können, damit er erkennt, dass er Jesus braucht. Ich war so in Gedanken vertieft, dass ich gar nicht merkte, dass ich eine Straße einbog, in der eine große Festprozession im Gange war. Genau zu dem Zeitpunkt hielt mich ein Mann in einer traditionellen Japanischen Kleidung an und mit vielen Worten wollte er mich überreden, doch mitzuhelfen, den Schrein zu tragen. Ich erschrak. Dazu hörte ich gerade in dem Augenblick noch jemand aus der Richtung des "Mikoshis" (tragbarer Schrein) meinen Namen rufen. Ich drehte mich um und sah drei Männer, die ich gut kannte, den Schrein tragen. Sie waren Wächter des nahen Gefängnisses und ihnen konnte ich schon von meinem Glauben an Jesus erzählen. "Keine Sorge! Es ist dir doch sicher als Christ unmöglich, das zu tun, oder nicht?" rief Kudoh San ein begeisteter Fußballer und Trainer. Als Antwort nickte ich langsam und deutlich. "Wir verstehen, aber wir hoffen, du wirst trotzdem wieder kommen und mit uns Fußball spielen." sagter er bevor er zum Aufwiedersehen winkte und seine Schulter wieder unter den Holm des tragbaren Schreines schob.Einige Tage später saß ich zu Hause und schrieb einige Gedanken zu den Ereignissen des oben beschriebenen Tages auf. In der Ferne konnte ich die Gefängniswächter hören, die militärisch ihre Befehle den Gefangenen gaben, die über das Übungsgelände des Gefängnisse marschierten. Das Fuchu Gefängnis ist wohl das größte in Japan mit manchem Schwerverbrecher, aber als ich dasaß und über das Leben der etwa 2000 Gefangenen nachdachte, traf mich der Gedanke, dass zumindestens sie merkten, dass sie Gefangene sind.... Die Wirklichkeit aber für den freundlichen Schinto Priester, die drei Gefängniswärter und Millionen von anderen Japanern auf dieser "freien" Seite der Gefängnismauern ist, dass sie sich nicht als Gefangene sehen. Aber sie sind es, Gefangene der falschen Götter der Japanischen Religion. Bitte betet mit uns, dass Japaner die wirkliche Freiheit in Jesus Christus finden.