Langhans Aktuell Das Gemälde im Kirschblütental “Das Bild sieht doch mit einer Kirche drin viel besser aus!” mußte der inzwischen verstorbene Maler aus Otaru gedacht haben und malte darum in Bilder vom “Kirschblütental” immer auch eine Kirche mit einem Kreuz drauf, obwohl da gar keine existierte. 1992 begannen wir in diesem Stadtteil von Otaru auf der nördlichen Insel Hokkaido mit einer Handvoll Christen eine Gemeindegründungsarbeit. In diesem Stadtteil von 30 000 Einwohnern gab es noch keine Gemeinde und so begannen wir mit einem Gottesdienst in einem Raum der Stadthalle, den wir für den Sonntag mieteten. Fand am Sonntag eine buddhistische Beerdigung statt, dann hatte die Vorrang und wir trafen uns kurzerhand in unserem Wohnzimmer. Regelmäßig wurde von der kleinen Gemeinde Literatur in die Haushalte gebracht, wir gaben Englischunterricht in unserer Wohnung und Frauen kamen zu den Kochklassen, die Dorothea anbot. Bei allen diesen Gelegenheiten wiesen wir in einfachen Andachten auf Jesus und das neue Leben in ihm hin. Die erste junge Frau, die durch die Englischklassen zum Glauben kam, erzählte uns von Bildern von dem oben erwähnten Maler. “Wie schade, daß in diesem Stadtteil noch keine Kirche ist!” meinte sie. Das paßte sich gut mit dem Plan der kleinen Gemeinde, ihr eigenes Gotteshaus zu bauen. Es dauerte keine 2 Jahre, seit wir in diesem Tal mit der Gemeindearbeit begonnen hatten, da leuchtete ein großes Kreuz am Abend über der neu errichteten Kirche. Die Kirche am Berghang war nicht zu übersehen, und nun könnte der Maler das Kirschblütental mit einer richtige Kirche drin malen. Kirchengebäude zu errichten gehört nicht zu den vorrangigen Aufgaben in der Gemeindegründungsarbeit, und meist werden die Kirchen erst zu einem späteren Zeitpunkt in der Geschichte einer Kirche gebaut, aber in unserem Fall war es eine große Hilfe, ein eigenes Gebäude zu haben, das auch gut für die Evangelisation gebraucht werden konnte. Nun konnten wir Japaner einladen zu Musikabenden mit Andacht, Kinderfeste veranstalten und die Jugendlichen konnten mit Freunden den Sonntagnachmittag in der neuen Kirche verbringen. Der eine und andere Japaner konnte mit dem Evangelium erreicht werden und fing an, Jesus nachzufolgen. Im Sommer 1995 gingen wir in den Heimataufenthalt und ein anderer ÜMG-Missionar hat die Leitung der Gemeinde, die nun auf dem besten Wege ist, selbständig zu werden und einen einheimischen Pastor als Hirten der Gemeinde zu berufen.   Diesen Ausblick hatten wir von unserer Wohnung auf das "Kirschblütental"